Am 26.8.2009 erschien das Update der mobilen Anwendung Facebook 3.0 und wurde von der Usergemeinde bestens aufgenommen. Die neue Version bietet eine Vielzahl an Veränderungen, allem voran geht das neue Outfit der Startseite und der Orientierung durch Icons. Aber was macht das Update derart bemerkenswert und zur beliebtesten Social Networking Anwendung?
Den meisten Facebook-Nutzern sind die Neuerungen egal, geschweige denn, sie würden sich für die Idee und das Design des Updates interessieren – Doch das wichtigste ist, dass der User mit 3.0 zufriedener ist. Warum? Die Anwort heißt Benutzerfreundlichkeit!
Das Facebook 3.0 ist eine kleine Nachhilfe in Sachen Benutzerfreundlichkeit. Um die Vorteile zu verstehen und nutzen zu können, ist es nicht zwangsläufig erforderlich, ein Designer oder Entwickler oder generell ein Teil der kreativen Branche zu sein. Verschiedene Punkte lassen sich auf nahezu jeden Geschäftsbereich adaptieren. Werfen wir nun einen Blick auf drei Punkte, die an der mobilen Facebook Anwendung verfeinert wurden, sowie auf drei weitere Punkte, die zeigen wie man das alles auf sein eigenes Geschäft überträgt.
Facebook 3.0 ist einfacher
Wie bereits erwähnt ist die größte Neuerung die Strukturierung der Startseite. Es handelt sich nicht mehr um eine Anhäufung von Möglichkeiten, die lieblos untereinander geschrieben stehen, sondern um einen einfach zu verstehendes Ausgangspunkt, der sich aus 9 Icons zusammensetzt, aber gleichzeitig die Option beibehält “Verknüpfungen” zu deinen Freunden oder zu von dir häufig frequentierten Seiten anzulegen.
Die Entwickler haben großartige Arbeit geleistet (sicherlich nicht ganz ohne das Resultieren diverser Meinungsumfragen etc.), um die meist genutzten Facebook-Funktionen heraus zu kristallisieren und 3.0 dementsprechend zu optimieren. Durch das einfache Layout findet man sich einfacher und schneller zu recht und hat kurz gesagt mehr Spaß an Facebook, denn das ist doch das Wichtigste.
Facebook 3.0 ist besser gestaltet
Dass die Facebook-Designer das Rad nicht neu erfunden haben, muss nicht gesagt werden. Doch was sie gemacht haben, machten sie mit Stil, Qualität und – wie bereits erwähnt – Einfachheit. Das Design ist etwas unterschwelliger und sauberer, was die gesamte Anwendung etwas “frischer” aussehen lässt. Selbstverständlich wurde das Facebook-Feeling gewahrt, doch die subtilen Verfeinerungen sind den Nutzern sehr willkommen.
Sicherlich war es für die Designer kein Leichtes die Änderungen schlicht und einfach zu halten, da diese Menschengruppe oftmals dazu neigt, zu zeigen, was sie kann und das führt häufig zum Gegenteil von einfach, da das Bild überladen und unübersichtlich wird. Es ist schwierig Dinge einfach zu machen.
Facebook 3.0 ist funktioneller
Das Beste an Facebook 3.0 ist wohl die Startseite und die Vereinfachung der Anwendungen, doch die größte Errungenschaft ist diese Auswirkung auf die Funktionalität der Anwendungen – einfacher = zweckmäßiger. Diesen Punkt verstehen jedoch viele im Bereich des Internets falsch oder gar nicht. Da Facebook einfach zu handhaben ist, entdeckt man neue Möglichkeiten, die man sofort nutzen kann.
In diesem Zusammenhang tritt das “Rad” auf. Es ermöglicht ein einfacheres Auswählen von Themen und Kategorien. So lässt sich die Datenflut praktischer bewältigen als in der Vorgängerversion, denn da fanden sich die Auswahlmöglichkeiten in Form von “Tabs” am oberen Rand des Bildschirms. Die Anwendung ist einfacher und damit funktioneller.
Was kann man von Facebook 3.0 lernen?
1. Einfacher ist besser
Das bringt es ziemlich auf den Punkt. Was Facebook 3.0 vermittelt ist, dass in den meisten Fällen etwas einfacheres besser ist. Was allerdings nicht bedeutet, dass man selbst den einfachsten Weg nimmt, sondern versucht etwas zu entwickeln und zu designen, das möglichst einfach für viele Menschen zu handhaben ist.
2. Aussehen ist wichtig
Man darf den Wert eines guten Designs nicht unterschätzen. Die hauptsächlichen Veränderungen von Facebook 3.0 sind solche in Bezug auf Design und Benutzerfreundlichkeit, nicht aber auf Funktionalität und Entwicklung. Natürlich ist die Funktionalität beeinflusst, aber es gibt keine grundlegend neuen Features über die man ein Wort verlieren müsste. Das Design muss also so gemacht werden, dass die bereits vorhandenen Features und Anwendungen “hervorgehoben” werden. Das ist das Aussehen.
Man kann die beste Funktionalität im Universum und allen umliegenden Ortschaften haben, doch wenn das Design schlecht ist wird es kaum jemanden interessieren. Natürlich ist Aussehen nicht alles, man brauch auch Qualität und Zweckmäßigkeit, aber es zählt. Facebook beweist das.
3. Es muss brauchbar sein
Letztendlich ist das Endziel, jeder zu planenden Unternehmung, eine gute Benutzerfreundlichkeit. Es mus ein gutes Erlebnis für den Nutzer werden. Benutzerfreundlichkeit ist für viele ein Dorf in Böhmen. Von der sogenannten “User Experience” haben zu wenige Menschen wirklich eine konkrete Vorstelleung. So ist es unwahrscheinlich, dass ein Facebook-User ausdrücken könnte, was ihm an der neuen Version besser gefällt. Es gefällt ihm eben einfach und darum ist das neue Facebook eine “Better User Experience”.
Also … was entwickelst du? Vielleicht eine neue Homepage für einen Kunden, vielleicht hast du aber auch eine Idee für eine neue iPhone-App oder, oder, oder … . Es gibt unter Garantie eine Menge Dinge, die dabei beachtet werden müssen, auf die sich dieser Artikel keineswegs bezieht, doch sicherlich wirst du, unter Berücksichtigung der oben genannten Punkte, einen gewissen Erfolg verzeichnen.
“Today’s consumers consume in an experience economy – to be successful, we must create and maintain the best user experience we can.”
Sinngemäße Übersetzung dieses Branding-Matters-Artikels.
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