“Früher hat man das doch auch nicht gebraucht” und “das ist alles viel zu kompliziert” sind beliebte Argumente, wenn ein Handwerker erklären soll, warum er keine eigene Webpräsenz im Internet hat. Dem ersten Argument könnte man entgegenhalten, dass früher auch niemand ein Telefon sein eigen hatte – ging ja auch so irgendwie! Doch auch das Argument, dass alles zu kompliziert sei, triff heute im einfach nicht mehr zu. Längst bieten die meisten Internetprovider handliche Bausteinpakete an, mit denen – ohne jegliches Internet-Programmierwissen – Websites intuitiv und schnell erstellt werden können, wobei die Kosten in einem sehr überschaubaren Rahmen bleiben.
Mit persönlichen Empfehlungen gleichauf
Es ist längst eine Tatsache an der kein Handwerker mehr vorbeikommt: Fast die Hälfte aller möglichen Kunden beginnen ihre Suche nach einem Handwerker heutzutage im Internet. “Sein oder nicht sein?” ist dann für viele möglichen Neukunden das entscheidende Kriterium, denn: Wer heute bei dieser Internetrecherche nicht unter den Suchergebnissen auftaucht und somit dem potentiellen Kunden nicht die Möglichkeit bietet, sich einen Überblick zu verschaffen, ist klar im Nachteil gegenüber Mitbewerbern, die bereits über eine Webpräsenz verfügen.
Alleingang oder Profi an die Seite?
Die Frage ist also mittlerweile nicht mehr “ob” sondern nur noch “wie”. Für die Entscheidung darüber, ob ein Handwerksunternehmen eine Baukastenlösung oder doch eher eine Agentur für seine eigene Webpräsenz benötigt, sind mehrere Gesichtspunkte zu beachten. Die Kosten für die Erstellung und Unterhaltung der Website sind einerseits von Belang und Baukastensysteme sicherlich kostengünstig und einfach. Doch auch ein Handwerker sollte sich über die Anforderungen an eine Website zumindest in groben Zügen bewusst sein, um so nicht das eingesparte Geld an anderer Stelle dadurch zu verlieren, dass Kunden die Internetpräsenz wieder verlassen oder erst gar nicht besuchen, weil vermeidbare Fehler bei der Gestaltung oder beim Marketing gemacht worden sind.
Fehler vermeiden
Der potentielle Kunde, der sich auf die Suche nach einem Handwerker macht, sucht Problemlöser – und keine Spielereien. Daher sollten selbst gemachte Websites ohne Umschweife auf den Punkt kommen, darauf verzichten lange Introseiten oder dergleichen vorzuschalten und nicht versäumen die Telefonnummer oder e-Mail-Adresse immer in Reichweite des Kunden zu halten. Doch damit dieser die Seite überhaupt findet, gilt es, diese für Suchmaschinen so zu optimieren, dass sie den üblichen Suchanfragen entspricht und unter den ersten Treffern bei einer Google-Suchanfrage ist. Übrigens: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft – stellen Sie für eine gelungene Kontaktaufnahme welche in Aussicht, damit der erste Kundenkontakt in bleibend guter Erinnerung bleibt.
Muss das wirklich sein
42 Prozent der Deutschen gehen zuerst online, wenn sie einen Handwerker oder Dienstleister suchen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Innofact AG, bei der 1.031 Menschen befragt wurden.Damit ist das Internet mittlerweile fast gleichauf mit persönlichen Empfehlungen, dem traditionellen Spitzenreiter bei der Frage, wie man vorgeht, wenn man einen Handwerker oder Dienstleister sucht:
- 44 Prozent der Befragten antworteten, sie würden einen Bekannten fragen.
- Nur noch 7 Prozent greifen zu gedruckten Telefonbüchern oder Branchenverzeichnissen,
- 6 Prozent achten zu diesem Zweck auf Anzeigen, Inserate oder andere Werbung von Anbietern,
- die Telefonauskunft spielt mit 1 Prozent überhaupt keine Rolle mehr.




